KWK-Gesetz

Fördermittel

KWK-Gesetz

Mitte Juli 2015 veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) einen neuen Gesetzesentwurf zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Demnach soll das bisher bestehende KWKG novelliert und in Zukunft die KWK verstärkt mit zusätzlichen 1,5 Milliarden Euro gefördert werden. Mit einem Inkrafttreten des Gesetzesentwurfs ist voraussichtlich bis zum 1. Januar 2016 zu rechnen.

Grund des neuen Gesetzesentwurfs ist die Entschärfung der vorgeschlagenen CO2-Einsparung für alte Kohlekraftwerke von 22 Millionen Tonnen auf 16 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Die hierdurch weniger eingesparten 6 Millionen Tonnen CO2 sollen überwiegend durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ausgeglichen werden.

Durch die Änderung des Gesetzes wird mit Mehrkosten von bis zu 850 Mio. Euro pro Jahr gerechnet, weshalb die Kostendecke für die KWKG-Umlage auf 1,5 Mrd. Euro pro Jahr angehoben werden soll.

Hier die wichtigsten Änderungen im Überblick:

Das wird gefördert Das wird nicht mehr gefördert
Einspeisung von KWK-Strom in das Netz der allgemeinen Versorgung (bis zu 2,6 Cent/kWh Zusatzeinnahmen) NICHT Einspeisung in das Netz der allg. Versorgung; Ausnahmen: Mini-KWK Anlagen (bis zu 50 kW); KWK-Anlagen der stromkostenintensiven Industrie
Erdgasbetriebene KWK-Anlagen der allgemeinen Versorgung, die noch keine Förderung erhalten, bekommen finanziell gewichtige Rolle Anlagen-Modernisierung von Mini-KWK-Anlagen
Gas-KWK-Anlagen, die Kohle-KWK-Anlagen ersetzen Sonderprivilegien von Brennstoffzellen
Neue kohlebefeuerte Heizkraftwerke
Modernisierung von Kohle-KWK-Anlagen

Das BHKW-Infozentrum hat eine Informationswebseite rund um das neue KWKG erstellt. Unter kwkg2016.de erfahren Interessierte alles, was sie wissen sollten.